Glasperlen nehmen mit ihrer Schönheit den Blick gefangen
Hübsche Glasperlen als Basis für Schmuck

Basteln mit Glasperlen ist ein Hobby, das viele Menschen in ihren Bann zieht. Vor allem die aufwendigen Wickelperlen faszinieren durch Ihre Vielfalt – und das bereits seit Jahrtausenden. Noch lange nach ihrer Erfindung in Ägypten vor etwa 9’000 Jahren galten Glasperlen auch als Zahlungsmittel. Die ältere französische Bezeichnung “Conterie” stammt vom lateinischen Wort “comptare”, zu deutsch zählen, ab und deutet damit darauf hin, dass Glasperlen auch in Europa sehr teuer waren. Heute ist die Herstellung einfacher und kostengünstiger, sodass sich jeder Glasperlen leisten kann. Bastelgeschäfte bieten ihre Ware inzwischen auch online an und versenden sie umgehend. Dadurch ist das Basteln mit Glasperlen ein erschwingliches Hobby für Jedermann geworden – selbst wenn kein Bastelladen in der Nähe ist.
Glasperlen entstehen durch Schmelzen und Schneiden von Glas
Eine relativ einfache Art zur Herstellung von Glasperlen findet bei den Schmelzperlen statt: Noch warmes Glas wird zu einer hohlen Kugel geblasen, wird lang gezogen, sodass eine Röhre entsteht. Anschliessend werden einzelne Stücke abgeschnitten. Das Ergebnis sind entweder längliche oder runde Perlen von sehr gleichmässiger Form und Grösse. Kleine runde Glasperlen, die auf diese Art angefertigt werden, heissen auch Rocailles oder Saatperlen, und eignen sich nicht nur für Schmuck, sondern auch für Web- und Stickarbeiten. Die Auswahl ist gross und reicht von transparent oder opak über mattiert oder gänzend bis hin zu speziellen Überzügen für besondere Farbeffekte. Die Glasperlen werden zum Teil auf Schnüre gezogen verkauft. Bei der Kanada-Schnürung sind je 100 Perlen auf zehn Bändern, während die Pari-Schnürung zwölf Schnüre à 25 Zentimeter Länge umfasst.
Aufwendige Glasperlen werden von Hand über einer Flamme gedreht
Wickelperlen sind die wesentlich aufwendigeren Glasperlen. Die Glasperle entsteht, indem ein Glasstab über einer Flamme geschmolzen und unter ständigem Drehen auf einen Metallstab gewickelt wird. Durch den Einsatz mehrere Stäbe in unterschiedlichen Farben zaubern Kunsthandwerker Muster wie zum Beispiel Streifen, Tupfen oder Spiralen auf Glasperlen. Es gibt auch Glasperlen mit Mosaik. Hierfür wird ein Glasstab verwendet, der im Querschnitt ein Muster aus mehreren Farben aufweist. Kleine Teile davon werden nebeneinander auf die Glasperle geschmolzen, sodass sich ein Mosaik aus Blüten oder anderen Formen ergibt. Die im Zick-Zack verlaufenden Linien der Rosetta- oder auch Chevronperlen entstehen, indem ein Stück eines solchen gemusterten Glasstabes rund geschliffen wird. Dadurch treten die einzelnen Farbschichten zutage. Es gibt noch weitere Techniken, um kunstvolle Glasperlen zu drehen. Stöbern Sie einfach durch einen Shop und lassen Sie sich von der Faszination der Glasperlen anstecken.
Posted: April 23rd, 2009 under Basteln mit Perlen, Bastelzubehör, Glasperlen.
Tags: Glasperlen
